Erfahrene Mitarbeiter für Oberösterreichs Unternehmen

Imagebild für Arbeitnehmer 50 Plus

15.01.2018

Ältere Arbeitnehmer/innen haben viele Stärken und Potentiale, die in unserer Arbeitswelt leider noch zu wenig genutzt werden. Um das zu ändern und Arbeitssuchende der Generation 50+ möglichst rasch wieder in Beschäftigung zu bringen, hat das Land OÖ in Kooperation mit dem AMS OÖ die Initiative Job und Wirtschaft gestartet. Ziel dabei ist es, dass Personen dieser Generation mit ihrer großen Berufs- und Lebenserfahrung rasch wieder einen passenden Job in der oberösterreichischen Wirtschaft finden und diese wiederum von deren großer Erfahrung profitieren kann.

Arbeitsstelle Job und Wirtschaft

Die Servicestelle Job und Wirtschaft berät und begleitet arbeitslose Personen 50+ in persönlichen Gesprächen. Gemeinsam wird der bisherige Bildungs- und Berufsweg analysiert, Chancen und Potentiale herausgearbeitet und Bewerbungsunterlagen optimal zusammengestellt. Im nächsten Schritt werden passende und ganz konkrete Ziel-Firmen erarbeitet, die dann von der Servicestelle kontaktiert werden. Mit dem Ziel, den Mitarbeiterbedarf zu erheben und die Kompetenzen des Bewerbers bereits vorab zu beschreiben. Damit wird sichergestellt, dass die Bewerber bestmöglich zu dem Unternehmen passen. Damit zusammenkommt, was auch wirklich zusammen gehört.


Zukunftsforum Arbeitsmarkt: Wie das Potenzial der Generation 50plus genutzt werden kann

Ein Mann steht bei einem Rednerpult und spricht. Im Hintergrund ist ein Roll-up von Business Upper Austria zu sehen.
Keynote-Speaker Johannes Kopf, AMS-Österreich-Vorstand. Foto: Elisabeth Bernhofer

30.11.2017

Rund 30.000 Fachkräfte werden im Jahr 2020 in Oberösterreich fehlen. Was also tun, um diese Angebotslücke am Arbeitsmarkt zu schließen? Die oö. Arbeitsmarktstrategie „Arbeitsplatz OÖ 2020“ konzentriert sich dazu auf Jugendliche, Frauen, Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen, Migranten/innen und ältere Arbeitnehmer/innen. Um letztere Gruppe drehte sich das diesjährige „Zukunftsforum Arbeitsmarkt“ von Business Upper Austria am 28. November im Lentos Kunstmuseum Linz.

Wirtschaftsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl stellte für den Standort OÖ fest: „In nächsten zehn Jahren steigt die Zahl der Über-50-Jährigen um 100.000. Die Arbeitsmarktpolitik muss darauf mit flankierenden Maßnahmen reagieren, um die Menschen länger im Erwerbsleben zu halten und bei Arbeitslosigkeit schneller wieder in Beschäftigung zu bringen.“

Wie das funktionieren kann und was beide Gruppen – Arbeitnehmer und Unternehmen – dazu beitragen können, berichtete Keynote-Speaker Dr. Johannes Kopf, Chef des Arbeitsmarktservice Österreich. „Die Integration älterer Arbeitnehmer ist aufgrund des demografischen Wandels absolut notwendig. In Österreich gelingt das noch vergleichsweise schlecht: Nur die Hälfte Menschen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren arbeitet. In Schweden sind es drei Viertel“, so Kopf. Wichtig dafür sei neben vielen Rahmbedingungen auch eine alternsgerechte Arbeitsorganisation in den Betrieben. Präsentation von Dr. Johannes Kopf

Einig waren sich die Teilnehmer/innen der Podiumsdiskussion – neben Johannes Kopf diskutierten der AMS-OÖ-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer und die Personalleiter Mag. Stephanie Kneifel (Schachermayer- Großhandelsgesellschaft m.b.H) und Harald Michlmair (Kremsmüller Industrieanlagenbau KG) -, dass Unternehmen ohne Vorurteile auf die Generation 50 plus zugehen müssen.

Stephanie Kneifel formulierte es so: „Wenn die fachliche Qualifikation stimmt, spielt das Alter eine untergeordnete Rolle. Wir schauen dann auch im Unternehmen darauf, dass sich die Mitarbeiter ständig weiterbilden. Und der positive Effekt von drei bis fünf Tagen Weiterbildung ist tatsächlich erkennbar.“ Bei Kremsmüller sei einerseits körperliche Fitness eine Grundvoraussetzung. „Genauso braucht es aber auch die Bereitschaft, neue Entwicklungen mitzumachen. Wir sehen die Älteren als Wissensträger und fördern den Wissensaustausch mit den Jüngeren gezielt. Darüber hinaus spielt die Führungskultur eine große Rolle. Gute Führung heißt Wertschätzung.

AMS-OÖ-Chef Gerhard Straßer betonte, dass Qualifizierung die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit sei.

 

Folgendes Video wurde von AMS Chef Dr. Kopf in seiner Keynote gezeigt: 

 

ORF OÖ Heute Beitrag "Schwerpunkte für ältere Arbeitnehmer" vom 28.11.2017

Download Unterlage zur Pressekonferenz vom 28.11.2017

Hier finden Sie Fotos der Veranstaltung


4. Linzer Lehrlingsmesse

Sechs Personen stehen beim Messestand von Hotspot.
v.l.n.r.: Wirtschaftsreferent Vizebürgermeister Bernhard Baier, Elisabeth Wolfsegger (Leiterin des AMS Linz), Klaus Schobesberger (Obmann der WKO Linz-Stadt) und Tanja Spennlingwimmer (Business Upper Austria) besuchten den Hotspot Stand der Linzer Gastronomien und Hotellerie. Bild: Kunasz/Cityfoto
Viele Schüler und Schülerinnen bei den Ständen der Lehrlingsmesse
Über 1000 Jugendliche bei der 4. Linzer Lehrlingsmesse im Palais des Kaufmännischen Vereins. Bild: Kunasz/Cityfoto

07.11.2017

Regelrecht gestürmt wurde am Dienstag, 7. November die vierte Auflage der Linzer Lehrlingsmesse im Palais Kaufmännischer Verein, bei der sich 46 Lehrbetriebe präsentierten, die in 76 verschiedenen Lehrberufen ihre Lehrlinge und Mitarbeiter(innen) von morgen suchen. Die Linzer Lehrlingsmesse wurde wieder gemeinsam von AMS Linz, WKO Linz-Stadt, Business Upper Austria und dem Wirtschaftsressort der Stadt Linz organisiert. 

Die Schulen alleine können Berufsorientierung nicht leisten. „Das wäre auch zu viel verlangt, denn immerhin gibt es in Österreich rund 200 Lehrberufe“, betonte Klaus Schobesberger, Obmann der WKO Linz-Stadt. Viele Lehrbetriebe boten auf der Messe nicht nur Informationen, sondern auch Aktivitäten und Berufe zum Angreifen und Erleben. Präsentiert wurden auch die „Lehrstellen-Info-Boards“. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich damit mit Smartphones mittels NFC-Technologie oder QR-Code über das regionale Lehrstellenangebot informieren.

„Mit der Wahl einer Lehre treffen die Jugendlichen eine besonders wichtige Entscheidung für die persönliche und berufliche Zukunft, die wohl überlegt sein will. Eine fundierte Berufsausbildung ist heute mehr denn je gefragt, denn unsere Lehrlinge von heute sind die Profis von morgen“, hielt Vizebürgermeister Bernhard Baier fest. „Der Standort Linz und seine Unternehmen brauchen qualifizierte Fachkräfte, um mit ihren Waren und Dienstleistungen auch weiterhin Spitze sein zu können. Die Lehrlingsausbildung ist dafür ein entscheidender Faktor.“

Zahlreiche Lehrstellen derzeit zu besetzen
Jugendliche können am Lehrstellenmarkt momentan aus dem Vollen schöpfen: Ende Oktober waren rund 500 Angebote gemeldet, davon wären 139 sofort zu besetzen. „Die Lehrlingsmesse ist für das AMS mittlerweile eine der wichtigsten Veranstaltungen“, sagte Elisabeth Wolfsegger, Leiterin des AMS Linz. „Wir stehen in intensivem Kontakt mit der Jugend. Dieser beginnt mit einer Einladung in unser BerufsInfoZentrum mit dem Ziel, junge Menschen von der Sinnhaftigkeit einer Berufsausbildung zu überzeugen. Wir informieren über Berufe und Ausbildungswege.“

„In der oö. Arbeitsmarktstrategie, die von Business Upper Austria koordiniert wird, hat die Sicherung des Fachkräftebedarfs einen hohen Stellenwert“, erklärte Tanja Spennlingwimmer von der Business Upper Austria. Ein Instrument, Betriebe und Jugendliche zusammenzubringen, sind die Placement Promotoren. Sie forcieren gezielt im Auftrag des Wirtschaftsressorts des Landes und in enger Abstimmung mit dem AMS Aktivitäten zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Die Placement Promotoren sind aber nicht nur im Bereich der dualen Ausbildung aktiv: Ein besonderes Angebot stellt die Initiative „Starte deine Karriere mit uns – OÖ Unternehmen suchen Dich“ dar. Firmen, die junge HTL-Techniker oder HTL-Abbrecher als Lehrlinge suchen, können ihre Stellenangebote kostenlos auf dem HTL-Jobportal veröffentlichen.

Alle Informationen zur 4. Linzer Lehrlingsmesse >> Pressepapier Linzer Lehrlingsmesse 2017, PDF, 435 KB

Weitere Fotos der Veranstaltung >> www.cityfoto.at 


Digitaler Wegweiser zu Lehrstellen

Digitaler Wegweiser zu Lehrstellen: v. l. Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl, WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und WKO-Obmann Laurenz Pöttinger.
Digitaler Wegweiser zu Lehrstellen: v. l. Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl, WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und WKO-Obmann Laurenz Pöttinger.; Foto: Röbl

13.10.2017

Die WKO-Bezirksstellen Eferding und Grieskirchen haben im Vorjahr eine Informationskampagne für Schüler und Lehrkräfte der Neuen Mittelschulen (NMS) und Polytechnischen Schulen (PTS) der Bezirke Eferding und Grieskirchen gestartet. Ein Teil dieser Lehrlingsinitiative sind digitale Lehrstellen-Info-Boards, die in den Schulen an zentralen Stellen im Schulhaus montiert und nun flächendeckend auf alle NMS und PTS in OÖ ausgedehnt wurden. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Business Upper Austria, dem Land Oberösterreich, der Wirtschaftskammer, den Pflichtschulinspektoren und Lehrkräften der beiden Bezirke und dem Regionalmanagement umgesetzt. 

„Die Schülerinnen und Schüler können sich damit ganz einfach mit Smartphones mittels NFC-Technologie oder QR-Code über das regionale Lehrstellenangebot informieren. Ein besonderer Mehrwert ist, dass alle Lehrbetriebe — gegliedert nach den einzelnen Berufsfeldern — direkt aufgerufen werden können“ 
Laurenz Pöttinger, Obmann der WKO Grieskirchen


„Auf zur LEHRE, fertig, los!“

Aufgrund des großen Erfolgs dieses Pilotprojekts wird dieser innovative Lehrstellen-Wegweiser nun in ganz Oberösterreich angeboten. Unter dem Motto „Auf zur LEHRE, fertig, los!“ sollen Jugendliche zur aktiven Lehrstellensuche motiviert werden. „Insgesamt wurden rund 500 Infoboards für Oberösterreichs Neue Mittelschulen und Polytechnische Schulen produziert und diesen in den letzten Wochen zur Verfügung gestellt“, erläutert Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl. „Die digitale Berufsinformation ist ein Schlüsselprojekt der Regionalen Fachkräfteinitiative, die von der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria umgesetzt wird. Finanziert werden die Infoboards vom Wirtschaftsressort des Landes OÖ im Rahmen der Wachstumsoffensive.“

 

Über 200 Berufe in Lehrausbildung

„Jahr für Jahr stehen mehr als 14.000 Jugendliche im Alter von 15 Jahren vor der wichtigen Entscheidung, welche berufliche Laufbahn sie anstreben. Neben verschiedenen Schulformen steht auch die Lehrausbildung in über 200 Berufen zur Wahl. Aus Sicht der Wirtschaft leistet dieses neue Informationsangebot einen ganz zentralen Beitrag für die Rekrutierung des künftig dringend benötigten Fachkräftenachwuchses aus dem dualen System“, betont WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. „Für 80 Prozent der Unternehmen ist die Verfügbarkeit von Fachkräften das wichtigste Thema für den Standort Oberösterreich. Wir müssen daher gemeinsam alles unternehmen, um unserer Jugend einen bestmöglichen Überblick über die Vielfalt der Berufe und Ausbildungswege zu verschaffen.“


Generation 50+ erfolgreich im Job

Vortragender und Präsentationsfolien am Ende des Raums sichtbar. Die Zuhörer sind ebenfalls von hinten zu sehen.
Foto: Elisabeth Bernhofer

20.09.2017

Von 14. bis 15. September fand im Kunstmuseum Lentos in Linz der Kongress „ArbeitnehmerInnen 50+. Ein zu hebender Schatz im Unternehmen“ mit rund 200 TeilnehmerInnen statt. Neben arbeitsmedizinischen und psychologischen Aspekte präsentierten die Vortragenden auch rechtliche und arbeitsmarktpolitische Themen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Johannes Kepler Universität Linz gemeinsam mit Business Upper Austria und der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt.

Beim ersten Teil des Kongresses standen der demografische Wandel sowie medizinische und psychologische Aspekte im Vordergrund. Prim. Dr. Walter Struhal (Leiter der Abteilung Neurologie am Universitätsklinikum Tulln) betonte die Wichtigkeit der Faktoren Zeit und Flexibilität für ältere ArbeitnehmerInnen. So könne man beispielsweise Erwerbstätigen einen gleitenden Ein- und Ausstieg sowie längere Pausen ermöglichen.

Um Flexibilität ging es auch im Vortrag von Dr. Manfred Lindorfer (IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH), der auf Arbeit als „einen der wesentlichsten gesundheitsfördernden Faktoren“ hinwies. Nicht jeder Tätigkeit könne allerdings so lange nachgegangen werden, weshalb es gelte, Arbeitsaufgaben umzugestalten.

Arbeitspsychologin Mag. Eva Pernthaler (AUVA) stellte in ihrer Präsentation die Einstellungen gegenüber älteren ArbeitnehmerInnen in den Vordergrund und zeigte, wie aktuelle Studien viele Vorurteile – etwa, dass ältere Erwerbstätige weniger für Weiterbildung empfänglich seien – widerlegten.

Im thematisch gesehen zweiten Teil der Veranstaltung ging es vor allem um rechtliche Aspekte. Dabei deckten die ReferentInnen Pflichten sowohl der ArbeitgeberInnen als auch der ArbeitnehmerInnen ab. Ebenfalls im Fokus standen arbeits- und sozialrechtliche Ansprüche zur Wiederherstellung der Beschäftigung.

Hier geht’s zu den Bildern der Veranstaltung  Fotos: Elisabeth Bernhofer 

Die Unterlagen zur Tagung finden Sie in Kürze auf www.jku.at/sdmr/content sowie auf der Website Arbeitsplatz OÖ 2020.


Fachkräfte für den technischen Bereich

10.09.2017

Sie suchen Fachkräfte im technischen Bereich? Die Placement Promotoren der Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH unterstützen Sie dabei. Die Initiative „Starte deine Karriere mit uns – OÖ Unternehmen suchen dich“ wurde für Unternehmen geschaffen, die JungtechnikerInnen oder Ausbildungswillige suchen. Das Angebot richtet sich speziell an KMUs.

Wir veröffentlichen – kostenlos - Ihre Stellenangebote sowie ein kurzes Firmenprofil auf unserer Plattform „ppooe.at“ und vernetzen diese mit den HTLs und deren AbsolventInnen.

 

Unsere Initiative wird natürlich an allen HTLs in Oberösterreich entsprechend beworben. Wir Placement Promotoren pflegen gute Kontakte zu diesen Schulen, sind bei Firmenpräsentationstagen anwesend und stellen dabei unsere Initiative - und damit auch Ihr Unternehmen - den AbsolventInnen vor.

 

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Nutzen Sie diese einmalige Chance!

Wenn auch Sie diese kostenlose Initiative nutzen wollen nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.


Oberösterreichs attraktive Arbeitgeber

10.09.2017

Kompetente und motivierte Mitarbeiter bilden das Rückgrat einer produktiven und innovativen heimischen Wirtschaft und sind somit für die Unternehmen, aber auch für die Gesamtwirtschaft von wesentlicher Bedeutung. Schon jetzt zeichnet sich allerdings in den kommenden Jahren ein verstärkter Mangel an Fachkräften in Oberösterreich ab. Bis 2050 wird die Zahl der erwerbsfähigen Bevölkerung (18 bis 64 Jahre) drastisch sinken. Der Fachkräftebedarf wird aus heutiger Sicht 2030 deutlich über dem Angebot liegen.

Aus dem sich abzeichnenden Engpass resultiert ein verstärkter Wettbewerb um kompetente und engagierte Mitarbeiter. Dieser Wettbewerb wird sich nicht nur zwischen Unternehmen, sondern auch zwischen Branchen und Regionen verschärfen. Unternehmen sind daher gefordert, sich als Arbeitgeber möglichst attraktiv zu machen und sich entsprechend am Arbeitsmarkt zu positionieren.

 

Employer Branding - die Antwort auf die unternehmerischen Herausforderungen am Arbeitsmarkt! 

Die Gründe für den gegenwärtigen und zukünftigen Engpass an Fachkräften sind vielfältig und reichen von demographischen und arbeitsmarktbezogenen Entwicklungen, über geänderte Kompetenzanforderungen aufgrund des technologischen Wandels, bis hin zu einem nationalen und internationalen Standortwettbewerb um die besten Fachkräfte.

Daher ist es wichtig, die Arbeitgeberattraktivität durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Angeboten entsprechend der Bedarfe der Fachkräfte sicherzustellen und die gezielte Kommunikation der Arbeitgeberattraktivität weiter auszubauen. 

 

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Der Fachkräfteengpass verschärft sich bis zum Jahr 2030 auf 121.000

Wirtschaftszweige mit den größten absoluten Fachkräfte-Engpässen in Oberösterreich im Jahr 2017, 2020 und 2030. Quelle: Fachkräftemonitor 2017

17.08.2017

Die aktuelle Auswertung des Fachkräftemonitors für OÖ (www.fachkraefte-ooe.at) zeigt: Der Wirtschaft werden in Oberösterreich im Jahr 2030 rund 121.000 Fachkräfte fehlen. Das sind siebenmal so viele wie derzeit. „Zwar kommt es bis zum Jahr 2020 noch zu einer Steigerung des Fachkräfteangebots, da jedoch die Nachfrage in den kommenden Jahren stärker wachsen wird, vergrößert sich die Fachkräftelücke und geht dann immer weiter auf“, erklärt Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl.

Der Wirtschaftsstandort Oberösterreich benötigt ausreichend und qualifiziertes Fachkräfte, um das Wirtschaftswachstum zu sichern. Das Angebot an qualifizierten Arbeitnehmern nimmt weiterhin aufgrund des fortschreitenden demografischen Wandels ab. Die Folge ist eine wachsende Fachkräftelücke, die Unternehmen kurz- und mittelfristig vor große Herausforderungen stellt.

„Darüber hinaus beeinflussen Entwicklungen wie etwa die zunehmende Verlagerung hin zu technischen Berufsfeldern (MINT-Initiativen), den stets steigenden Akademisierungsgrad sowie nicht zuletzt die Digitale Transformation, die Zusammensetzung des Fachkräftepotenzials“, betont Strugl. Der Fachkräftemonitor ist das zentrale Informationstool in OÖ zur Prognose des Fachkräftebedarfs in OÖ. Mit dem jetzt umgesetzten Update sind nun auch Detailauswertungen auf Bezirksebene möglich. „Das erhöht die Transparenz der regionalen Arbeitsmärkte und ermöglicht so eine zielgerichtete Berufsinformation und Berufsorientierung“, sagt Strugl.

55.000 Fachkräfte mit Lehrabschluss fehlen – auch Uni-Absolventen gefragt
Besonders drastisch sind die Zahlen aus dem Bereich der Lehre: Von 2017 soll sich bis 2030 der Engpass von 8.000 auf 55.000 Fachkräfte erhöhen. Prognostiziert wird, dass bereits im Jahr 2020 13.000 Personen mit einer abgeschlossenen Lehre fehlen werden. Die Branchen mit der größten Nachfrage sind Sonstige Dienstleistungen, zu welchen die Tätigkeitsbereiche „Öffentliche Verwaltung, Erziehung & Unterricht, Gesundheitswesen sowie Heime & Sozialwesen“ gehören.

Die mit Abstand stärkste Nachfragesteigerung gibt es im Bereich der tertiären Ausbildung – bis 2030 werden 14,6 Prozent Studienabgänger gesucht, also ein absoluter Engpass von 15.000 Fachkräften. Jedoch lässt die zunehmende Akademisierung der Bildungslandschaft das Angebot an Akademikern mit dem rapiden Nachfrageanstieg nach Hochqualifizierten Schritt halten. Diese Akademisierungstendenz geht allerdings zu Lasten der klassischen Lehrausbildung.


Qualifizierungsverbund Digitale Kompetenz sichert Wettbewerbsfähigkeit der oö. Unternehmen

Drei Männer halten gemeinsam ein Schild und blicken in die Kamera.
V.l.: Gerhard Straßer (Landesgeschäftsführer AMS OÖ), Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl und DI (FH) Werner Pamminger (Geschäftsführer Business Upper Austria) Foto: Land OÖ/Daniel Kauder

21.06.2017

Digitale Kompetenz ist eine Schlüsselqualifikation, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen zu sichern. Mit dem neuen „Qualifizierungsverbund Digitale Kompetenz" soll nun der österreichweit erste Verbund geschaffen werden, der explizit digitale Aspekte in die berufliche Aus- und Weiterbildung bringt. Er richtet sich vorwiegend an produzierende und produktionsnahe Unternehmen und ist Teil der „Leitinitiative Digitalisierung" des Landes, die Oberösterreich fit für die digitale Zukunft machen soll.

Internet der Dinge, Industrie 4.0, Blended Learning, virtuelle Realität, Smart Grids, Ambient Assisted Living – die Digitalisierung verändert viele Lebensbereiche unserer Gesellschaft. In der Arbeitswelt bedeutet das, dass manche Jobs wegbrechen und neue Arbeitsplätze entstehen werden. Arbeitsanforderungen werden sich ebenso verändern, wie Arbeitsverhältnisse und -prozesse, sogar ganze Branchen.

„Es gilt daher, aktiv und vorausblickend auf die Herausforderungen zu reagieren.“
Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl

Als Projekt in der Leitinitiative Digitalisierung verankert, richtet sich der Qualifizierungsverbund vorwiegend an produzierende und produktionsnahe Unternehmen, die gezielt die digitale Kompetenz ihrer Beschäftigten erweitern wollen. Gemeinsam arbeiten das Land OÖ, Business Upper Austria und das Arbeitsmarktservice OÖ daran, ein dauerhaftes Netzwerk zur digitalen Kompetenzvermittlung zu etablieren. Das Land OÖ leistet zudem im Qualifizierungsverbund einen finanziellen Beitrag zur bestehenden Qualifizierungsförderung für Beschäftigte des Arbeitsmarktservice OÖ.

Von Datenschutz bis Produktion
Die Themen sprechen beinahe alle Unternehmensbereich an und sind sehr breit gefächert: Informationssicherheit, Datenschutzgrundverordnung der EU, Das 1 x 1 des digitalen Außenauftritts, Digitalisierung im Personalbereich, Reifegradmodell Industrie 4.0, Digitaler Stress, Bildbearbeitung, Kundenorientierte Produktion etc. Die genauen Inhalte der Schulungen können die Unternehmen mitbestimmen.

Ein Blick in die Zukunft
Teil des Projektes ist auch eine „Kompetenzvorschau“ zum Thema digitale Geschäftsprozesse (z.B. Produktion, Vertrieb, Marketing, Organisation etc.), für deren Erstellung Unternehmen, Akteure der Arbeitsmarktpolitik und oberösterreichische Bildungsträger eng zusammenarbeiten werden. Dabei geht es um die Frage, welche Kompetenzanforderungen der digitale Wandel auch künftig an die Arbeitskräfte stellt und wie dafür frühzeitig zukunftsorientierte Lernangebote entwickelt werden können.

Digitalregion Oberösterreich
Als Querschnittsthema ist die Digitalisierung im strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramm Innovatives OÖ 2020 fest verankert. Ein wichtiger Schlüssel, um die Wettbewerbsfähigkeit weiterhin zu stärken, ist dabei die konsequente Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft.

Mit der Leitinitiative Digitalisierung soll Oberösterreich zur Digitalregion werden. „Der Qualifizierungsverbund ist eine zentrale Antwort auf zukünftige Herausforderungen der Digitalisierung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung“, unterstreicht LH-Stv. Strugl. Die Umsetzung der Leitinitiative wird von Business Upper Austria koordiniert.

www.digitalregion.at/digitalskills

Download Information zur Pressekonferenz vom 21. Juni 2017 (pdf.)


Dem Fachkräftemangel mit Ideen und Engagement begegnen

25.11.2016

Der Wirtschaftsstandort Oberösterreich leidet unter einem immer drängenderen Fachkräftemangel. Mehr als 14.000 Jugendliche im Alter von 15 Jahren stehen Jahr vor Jahr vor der wichtigen Entscheidung, welche berufliche Laufbahn sie anstreben. Neben verschiedenen Schulwegen steht auch die Lehrausbildung in über 200 Berufen zur Wahl. „Diese ist für die Jugendlichen aber leider nicht immer die erste Wahl“, beklagt LAbg. Doris Hummer den Umstand, dass die duale Ausbildung zwar weltweit geachtet wird, bei den Jugendlichen und deren Eltern allerdings nicht das ihr zukommende Image hat. „Dazu kommen die geburtenschwachen Jahrgänge, der Konkurrenzkampf der Betriebe untereinander um die besten Köpfe und für die Regionen außerhalb des Zentralraums auch die Sogwirkung der großen Städte und die vermeintlich attraktiveren Großunternehmen.“ Dieser Trend zeigt sich in allen Regionen.

Strategie Arbeitsplatz OÖ 2020 In der oö. Arbeitsmarktstrategie Strategie Arbeitsplatz OÖ 2020, die von der Wirtschaftsagentur des Landes OÖ Business Upper Austria koordiniert wird, hat die Sicherung des regionalen und branchenbezogenen Fachkräftebedarfs einen hohen Stellenwert. Heuer wurden zahlreiche innovative Projekte gestartet, die unter dem Dach „Regionale Fachkräfteinitiative“ des Wirtschaftsressorts des Landes OÖ gemeinsam zur Sicherung des Fachkräftebedarfs beitragen. Die Themen Regionalisierung und Digitalisierung spielen in der Berufsinformation eine zunehmend wichtige Rolle. Mittels innovativer Tools werden neue Wege gesucht, um Jugendliche auf regionale Job- bzw. Lehrstellenangebote aufmerksam zu machen. „Kompass Demografie“ Die regionalen Initiativen werden im Rahmen des Projektes „Kompass Demografie“ umgesetzt. Dieses Projekt wurde von der Wirtschaftskammer Oberösterreich gemeinsam mit der Business Upper Austria und der Regionalmanagement GmbH initiiert und wird über die regionale Fachkräfteinitiative des Wirtschaftsressorts des Landes Oberösterreich gefördert. Kompass Demografie hat zum Ziel, gemeinsam mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Meinungsbildern in den Regionen Lösungsansätze und Maßnahmen zu erarbeiten, um den demografischen Fakten und dem Fachkräftemangel zu begegnen. Parallel wird das Projekt auch im Bezirk Vöcklabruck umgesetzt.

 

Detailinfos finden Sie gerne hier.